Vom Autoterminal Bremerhaven
zum Studium an der DAV

Nadine Aldag
Quelle: Wolfhard Scheer
05. Juni 2015 - in Wissenswert

Die 23-jährige Nadine Aldag hat bei der BLG LOGISTICS ihre Ausbildung zur Speditions- und Logistikkauffrau absolviert. Anschließend arbeitete sie als Port Operator auf dem BLG AutoTerminal Bremerhaven und festigt nun ihre bisherigen Erfahrungen durch ein Logistik-Studium an der DAV in Bremen. Warum ihr Weg jedoch nicht immer so gerade verlief und was sie an der Arbeit im Hafen liebt, erzählt sie in diesem Artikel.

Ich bin 1992 geboren, gelernte Speditions- und Logistikkauffrau und habe als Port Operator in Bremerhaven, auf einem der größten Autoterminals der Welt, gearbeitet. Meine Hauptaufgabe war die Erfassung, Dokumentation und Bearbeitung von Schadensfällen. Die sind in Bremerhaven zwar selten, aber beim Umgang mit weit über zwei Millionen Fahrzeugen im Jahr lassen sich kleinere Schäden nicht immer ganz vermeiden. Zudem habe ich auch an Projekten zur Steigerung der Effizienz auf dem Terminal mitgearbeitet.

Mein Abitur habe ich auf dem Gymnasium Wesermünde gemacht, als erster Jahrgang nach 12 Jahren. Durch die Umstellung von 13 auf 12 Jahre ging es teilweise an der Schule ganz schön chaotisch zu. Eigentlich wollte ich anschließend Nautik studieren, aber das hat leider nicht geklappt. Von Verwandten und Freunden, die bei der BLG oder bei EUROGATE arbeiten, hatte ich schon eine ganze Menge von der vielseitigen Arbeit im Hafen gehört und das klang alles sehr positiv. So wurde die Arbeit im Hafen mein großer Wunsch.

Also bewarb ich mich bei der BLG um einen Ausbildungsplatz zur Speditions- und Logistikkauffrau. Die Plätze waren aber schon alle besetzt und ich musste auf Bürokauffrau ausweichen. Ein halbes Jahr später fiel aber ein Speditions-Azubi aus und ich konnte nachrücken. In der Berufsschule hieß das, ein halbes Jahr aufzuholen. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich habe es geschafft und meine Ausbildung schließlich mit der Note sehr gut abgeschlossen. Bei der BLG wird jeder Azubi übernommen, der seine Prüfung bestanden hat und so kriegte ich sofort mein Aufgabengebiet übertragen. 

Es ist eine gute Arbeit, vielseitig und abwechslungsreich mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit. Teilweise war ich im Büro, aber auch oft draußen auf dem Terminal. Das war eine interessante Mischung. Sehr sympathisch waren mir auch die Kunden, mit denen ich es zu tun hatte und die vielen netten Kollegen und Kolleginnen. Außerdem hatte ich es auch mit meinen Vorgesetzten sehr gut getroffen. Die BLG ist ein guter Arbeitgeber, engagiert für die Mitarbeiter und familienfreundlich.

Ich habe praktische Erfahrungen in meinem Beruf gesammelt und studiere jetzt an der DAV in Bremen Internationales Logistik-Management. Wenn ich 2017 meinen Abschluss habe, kann ich mich bestimmt bei der BLG gut weiterentwickeln. Außerdem möchte ich den Autoterminal nicht mehr missen. Ich habe mich jeden Morgen gefreut, wenn ich zu meiner Arbeit gegangen bin. Meistens jedenfalls, nur wenn es nass, kalt und windig war, dann nicht. 

In meiner Freizeit kümmere ich mich unter anderem um meinen Hund. Der ist zwar schon ziemlich alt, aber immer noch topfit. Ich reise auch gerne, meistens nach Teneriffa. Mein Traumziel ist allerdings Australien, doch das habe ich bisher noch nicht geschafft.

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