Norddeutsche Verkehrswege gehören in den „Vordringlichen Bedarf plus“

Norddeutsche Minister appellieren an den Bund

Quelle. bremenports
16. Oktober 2015 - in Wissenswert

In der Bremer Landesvertretung in Berlin trafen sich verschiedene Vertreter aus der Politik und Wirtschaft Norddeutschlands zum parlamentarischen Abend. Die Anwesenden aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein besprachen die nötige Entwicklung der Infrastruktur norddeutscher Seehäfen. Die Minister fordern die Aufnahme der norddeutschen Verkehrsanbindung in die Kategorie VB+.

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#Hinterlandanbindung

In den letzten zehn Jahren verdoppelte sich der Güterumschlag – Tendenz steigend. Die Seeverkehrsprognose zeigt einen jährlichen Anstieg um 2,8 Prozent bis 2030. Einen besonderen Schub erwarten Spezialisten im Containerverkehr.

„Der Hafenumschlag wächst deutlich stärker als der deutsche Außenhandel.“ (Martin Günthner, Bremer Senator für Wirtschaft und Häfen)
Günthner betonte, dass mit den deutschen Seehäfen die gesamte Wirtschaft Deutschlands von einer Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur profitiert. Eine leistungsfähige Anbindung der norddeutschen Häfen und der Industriestandorte ist deshalb auch für die Zukunftsentwicklung des Nordens und der gesamtdeutschen und europäischen Volkswirtschaft von herausragender Bedeutung.

Frank Horch, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, ergänzte: „Die Seehäfen sind das Tor zur Welt, insbesondere nach Mittel-, Nord- und Osteuropa. Ein leistungsfähiges Bahnnetz sowie optimale Straßenanbindungen sind Voraussetzungen dafür, dass Deutschland im Norden Dreh- und Angelpunkt der internationalen Logistik bleibt. Die Sicherung dieser Wettbewerbsfähigkeit muss sich im Bundesverkehrswegeplan widerspiegeln.“

Nun fordern die Minister den Bund auf zu handeln. Die norddeutschen Verkehrswege sollen in die Kategorie „Vordringlichen Bedarf plus“ aufgenommen werden. Der Bund ist gefordert, die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zu verstärken. Die Investitionen dienen dem Erhalt, der Entlastung sowie dem Ausbau der verschiedenen Strecken.

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